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<title>Slow steaming</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Slow steaming</span></h1>
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<p><b>Slow steaming</b> (englisch für „Langsamfahrt“) ist eine Strategie der Treibstoffkostenreduzierung in der <a href="Linienschifffahrt" title="Linienschifffahrt">Linienschifffahrt</a> (<a href="Containerschiff" title="Containerschiff">Containerschifffahrt</a>), die früher nur von <a href="Tankschiff" class="mw-redirect" title="Tankschiff">Tankschiffen</a> oder <a href="Massengutfrachter" title="Massengutfrachter">Massengutfrachtern</a> verfolgt wurde. Verringerten Treibstoffkosten beim Slow steaming stehen dabei verlängerte Fahrzeiten gegenüber, die u.&nbsp;U. durch den Einsatz von mehr Schiffen ausgeglichen werden müssen. Dadurch erhöht sich die <a href="Kapitalbindung" title="Kapitalbindung">Kapitalbindung</a> sowohl für die Reederei als auch für die Lieferanten bzw. Kunden. Bei der Abwägung von Kapitalbindung, Einhaltung von Lieferzeiten und Energiekosten spielen die letzteren im Containerverkehr eine immer größere Rolle.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ursachen">Ursachen</h2></div>
<p>Während in der Containerschifffahrt der Treibstoffbedarf von Neubauten noch bis etwa zum Jahr 2000 permanent anstieg, wurde die Marschgeschwindigkeit von Tankschiffen und Massengutfrachtern wegen des geringeren Ladungswerts pro Tonne und der weniger kritischen Liefertermine schon seit längerer Zeit auf bis zu 11&nbsp;<a href="Knoten_(Einheit)" title="Knoten (Einheit)">Knoten</a> abgesenkt. Bis zum Jahr 2008 waren die durchschnittlichen Treibstoffkosten für Containerschiffe auf das Siebenfache der Kosten vom Jahr 2000 gestiegen. Bei einem 10.000-<a href="Twenty-foot_Equivalent_Unit" title="Twenty-foot Equivalent Unit">TEU</a>-Schiff belaufen sich die Treibstoffkosten auf ca. 45&nbsp;% der Gesamtkosten. Mit zunehmender Schiffsgröße steigt ihr Anteil.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allein die Schmiermittelkosten für die größten Motoren können sich auf 800.000 <a href="US-Dollar" title="US-Dollar">US-Dollar</a> pro Jahr belaufen.<sup id="cite_ref-containerschifffahrt-halbe_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-containerschifffahrt-halbe-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Folge dieser Kostenexplosion und der Finanz- und damit verbundenen <a href="Schifffahrtskrise" class="mw-redirect" title="Schifffahrtskrise">Schifffahrtskrise</a> 2008 hielt die Slow-Steaming-Strategie auch in der Linienschifffahrt Einzug. Sie führte kurzfristig zu Kosteneinsparung sowie zu einer Kapazitätsreduktion durch längere Fahrtzeiten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technische_Realisierung">Technische Realisierung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antrieb">Antrieb</h3></div>
<p>Das Slow-steaming-Konzept wird vor allem bei den in der Linienschifffahrt hauptsächlich eingesetzten Schiffen mit langsam laufenden <a href="Zweitakt-Dieselmotor" title="Zweitakt-Dieselmotor">Zweitakt</a>-<a href="Schiffsdieselmotor" title="Schiffsdieselmotor">Schiffsdieselmotoren</a> angewendet. Eine Absenkung der Maschinenleistung bis auf etwa 50&nbsp;% gilt in technischer Hinsicht im Allgemeinen als unproblematisch. Allerdings erhöht sich bei niedrigerer Motorlast die Verweildauer des Schmieröls im Zylinder, während die Zylindertemperatur sinkt. Beträgt die Abgastemperatur weniger als 250 Grad Celsius, kondensiert durch Taupunktunterschreitung die durch Oxidation des enthaltenen Schwefels entstandene <a href="Schweflige_S%C3%A4ure" title="Schweflige Säure">schweflige Säure</a>. Dadurch können im Zylinderablauföl mehr Eisenpartikel anfallen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daher sollte Dieselöl mit geringem Schwefelgehalt oder Schmieröl mit höherer <a href="Base_(Chemie)" class="mw-redirect" title="Base (Chemie)">Basenzahl</a> (70–80 <a href="Kaliumhydroxid" title="Kaliumhydroxid">KOH/g)</a> verwendet werden.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>An Stelle der mechanischen Zylinderschmierung wird im Teillastbetrieb zum Teil mit einer elektronisch gesteuerten Schmierung gearbeitet, die einen dünnen, aber ausreichenden Schmierfilm erzeugt, bei dem über ein Drittel des Schmiermittels eingespart werden kann. Die <a href="W%C3%A4rtsil%C3%A4" title="Wärtsilä">Wärtsilä-Werft</a> lieferte 2010 an die Reederei <a href="A._P._M%C3%B8ller-M%C3%A6rsk" title="A. P. Møller-Mærsk">Maersk</a> 34 Nachrüstpakete zur elektronischen Optimierung der Motorenschmierung im Niedriglast-Dauerbetrieb.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die verringerten Abgasströme beim Langsambetrieb reduzieren auch überproportional den Ladedruck bei Motoren mit <a href="Turbolader" title="Turbolader">Turboladern</a>. Auch hier sind technische Anpassungen z.&nbsp;B. durch Stilllegung einzelner Lader bei Mehrladersystemen oder durch verkleinerte Turbolader nötig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rumpfform">Rumpfform</h3></div>
<p>Die Einspareffekte sind besonders groß, wenn die Schiffe (einschließlich der <a href="Schiffsrumpf" title="Schiffsrumpf">Rumpf</a>form) von Anfang an für Slow steaming konstruiert worden sind, wie dies zuerst im Jahr 2011 bei der von <a href="Hyundai" title="Hyundai">Hyundai</a> gebauten <i>Maersk Conakry</i> mit 4500&nbsp;<a href="Twenty-foot_Equivalent_Unit" title="Twenty-foot Equivalent Unit">TEU</a> erfolgte.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Rumpf wird kürzer und breiter, wodurch weniger <a href="Ballastwasser" title="Ballastwasser">Ballastwasser</a> mitgeführt werden muss. Wegen der geringeren Drehzahl wächst der Propellerdurchmesser und auch der <a href="Bugwulst" class="mw-redirect" title="Bugwulst">Bugwulst</a> muss optimiert werden.<sup id="cite_ref-containerschifffahrt-halbe_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-containerschifffahrt-halbe-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die Rumpfform der Schiffe kann der Langsamfahrt angepasst werden. So spielt bei Geschwindigkeiten um die 15&nbsp;Knoten der Reibungswiderstand im Wasser eine größere Rolle als der Wellenbrechungs-Widerstand. Daher wird wieder öfter ein gerader <a href="Steven" title="Steven">Steven</a> verwendet, wie er von klassischen Ozeandampfern bekannt ist.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Außerdem wird mit Unterwasser-<a href="Luftschmierung_f%C3%BCr_Schiffe" title="Luftschmierung für Schiffe">Luftblasenteppichen</a> zur Verringerung des Wasserwiderstands experimentiert, die erstmals bei den <a href="AIDA_Cruises" title="AIDA Cruises">Aida-Schiffen</a> der <a href="Hyperion-Klasse" title="Hyperion-Klasse">Hyperion-Klasse</a> zum Einsatz kamen.<sup id="cite_ref-welt-108128813_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-welt-108128813-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit Slow steaming wächst auch der Anreiz, <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Meeresströmungen</a> und <a href="Tide" class="mw-redirect" title="Tide">Tiden</a> durch Routenoptimierung zu nutzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wirtschaftliche_und_ökologische_Effekte"><span id="Wirtschaftliche_und_.C3.B6kologische_Effekte"></span>Wirtschaftliche und ökologische Effekte</h2></div>
<p>Durch die bewusste Langsamfahrt und die Verschrottung von weniger energieeffizienten Schiffen konnten auch die Überkapazitäten in der Containerschifffahrt gedämpft werden. In einzelnen Segmenten kam es seit dem Aufschwung 2010 sogar wieder zu Engpässen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weil dennoch immer weitere Schiffszugänge zum Markt zu verzeichnen waren, erhöhte sich durch Slow steaming der Kostendruck auf ältere und kleinere Schiffe, die in Nischen ausweichen oder aufgelegt werden mussten.
</p><p>Ein weiterer Nebeneffekt ist die Verknappung und Verteuerung von Leihcontainern aufgrund längerer Umlaufzeiten. Zwischen 2009 und 2012 war die Auslastung des Leasing-Containerparks bei großen Anbietern von ca. 85 auf ca. 95&nbsp;% gestiegen, so dass manche Investoren eher in Fonds für Leihcontainer als in Schiffsfonds investierten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings kam es dabei zu einem spekulativen Hype und teils auch zu Anlagebetrug.
</p><p>Eindeutig positiv werden die ökologischen Folgen bewertet. Durch Verringerung der eingesetzten Treibstoffmenge werden auch <a href="Emission_(Umwelt)" title="Emission (Umwelt)">Emissionen</a> reduziert. Außer dem Ausstoß von <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlendioxid</a>, <a href="Schwefeloxide" title="Schwefeloxide">Schwefel-</a> und <a href="Stickoxide" title="Stickoxide">Stickoxiden</a> werden – in Verbindung mit dem Einsatz geeigneter Schmiermittel – die im <a href="Schwer%C3%B6l" title="Schweröl">Schweröl</a> enthaltenen metallischen Verunreinigungen reduziert, die an dessen hochkondensierte aromatische Verbindungen gebunden sind.
</p><p>Allerdings sind Ballastfahrten im Slow-Steaming-Betrieb weniger wirtschaftlich als Fahrten mit Ladung, so dass eine höhere Maschinenkapazität bereitgestellt werden sollte als dies ohnehin aus Sicherheitsgründen notwendig ist. Das reduziert den möglichen positiven ökologischen Effekt.
</p><p>Einige Analysen sagen den Bedeutungsverlust des Schiffsverkehrs aufgrund der verringerten Geschwindigkeit auf kurzen Strecken und seinen Ersatz durch LKW und Bahn voraus. Auch das könnte den ökologischen Effekt schmälern. Jedoch sind im Eisenbahngüterverkehr zunehmend <a href="Elektrolokomotive" title="Elektrolokomotive">elektrische Lokomotiven</a> im Einsatz und der Anteil erneuerbarer Energien im Bahnstromnetz steigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beispiele">Beispiele</h3></div>
<p>Der <a href="Germanischer_Lloyd" title="Germanischer Lloyd">Germanische Lloyd</a> berechnete, dass auf der Strecke Hamburg–Shanghai bei einem Containerschiff, das statt 26 <a href="Knoten_(Einheit)" title="Knoten (Einheit)">Knoten</a> nur 18 Knoten schnell fährt, der Treibstoffverbrauch von 6210 auf 3700 Tonnen sinkt – eine Ersparnis von 40&nbsp;%. Wird die Geschwindigkeit auf 12 Knoten abgesenkt, liegt der Spareffekt sogar bei 50&nbsp;%.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Reederei <a href="Maersk" class="mw-redirect" title="Maersk">Maersk</a> setzte im Krisenjahr 2009 die Standardgeschwindigkeit ihrer Containerschiffe von 24 auf 12 Knoten herab. 2010 wurden damit 20&nbsp;% Treibstoff gespart.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Maersk führte den Wiedereintritt in die Gewinnzone im Jahr 2010 auf das Slow steaming zurück.
</p><p>Durch die Langsamfahrt ist auch die Sicherheit bei der Einhaltung der Liefertermine gestiegen, da die früher eng kalkulierten Fahrpläne oft durch unvorhergesehene Ereignisse gestört wurden. Dafür müssen kundenseitig ggf. die Vorräte in Pufferlagern leicht aufgestockt werden.
</p><p>Auch <a href="Hapag-Lloyd" title="Hapag-Lloyd">Hapag-Lloyd</a> ging zum Langsamfahrtkonzept über und behält es auch nach dem Ende der Krise bei. Allerdings erfordert die Langsamfahrt, gegen die viele Schiffsingenieure anfangs technische Bedenken vortrugen, eine verbesserte Säuberung der <a href="Turbolader" title="Turbolader">Turbolader</a> und eine verstärkte Wartung der Ventile. Seit 2009 wurde je ein Turbolader aus den Schiffsmaschinen ausgebaut, um deren Leistung zu reduzieren. Dafür erhöhte sich der Ladedruck der verbleibenden Turbolader.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Hamburg-S%C3%BCd" class="mw-redirect" title="Hamburg-Süd">Hamburg-Süd</a> setzte die Geschwindigkeit ihrer Schiffe im Lateinamerikadienst von 20 auf 16&nbsp;Knoten herab und berichtete von 40&nbsp;% Treibstoffeinsparung. Die Umlaufzeit der Schiffe stieg von sechs auf sieben Wochen, wodurch ein weiteres Schiff eingesetzt werden musste.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Schiffe der <a href="Triple-E-Klasse" title="Triple-E-Klasse">Triple-E-Klasse</a> von Maersk, die 2014 den größten Containerschiffstyp bildeten, sind für eine optimale Geschwindigkeit von 19&nbsp;Knoten ausgelegt.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Treibstoffersparnis gegenüber der Maximalgeschwindigkeit von 25&nbsp;Knoten soll bei einer Geschwindigkeit von 22,5 Knoten 20&nbsp;%, bei 20 Knoten 37&nbsp;% und bei 17,5 Knoten 50&nbsp;% betragen. Die Schiffe sollen die Linie Europa-China bedienen, die Fahrzeit von China über den <a href="Suezkanal" title="Suezkanal">Suezkanal</a> in die Niederlande soll 23 Tage betragen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als <i>Ultra-slow steaming</i> wird die Absenkung der Geschwindigkeit auf sieben oder gar fünf Knoten bezeichnet. <a href="Bureau_Veritas" title="Bureau Veritas">Bureau Veritas</a> und <a href="W%C3%A4rtsil%C3%A4" title="Wärtsilä">Wärtsilä</a> führten im Verbund mit anderen Partnern dazu 2011–2013 ein im 7. <a href="Forschungsrahmenprogramm" title="Forschungsrahmenprogramm">Forschungsrahmenprogramm</a> der EU gefördertes Pilotprojekt durch, das für das Jahr 2050 von einer Richtgeschwindigkeit von 5 Knoten ausging.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings sinkt bei diesen Geschwindigkeiten die Manövrierfähigkeit des Schiffes.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechtliche_Aspekte">Rechtliche Aspekte</h2></div>
<p>2012/2013 kam es zu einer ersten erfolgreichen Klage einer Charterfirma wegen Vertragsbruch gegen einen Schiffseigentümer, der die Geschwindigkeit seiner Schiffe herabgesetzt hatte.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings entbinden die meisten Kontrakte den Carrier von jeder Verantwortung für die Termineinhaltung. Der Schiffahrtsverband <a href="The_Baltic_and_International_Maritime_Council" title="The Baltic and International Maritime Council">BIMCO</a> hat 2011 Vertragsvarianten entwickelt, die die Zulässigkeit des Slow steaming zwischen Charterer und Schiffseigentümer regeln sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Alternativen">Alternativen</h2></div>
<p>Eine Ertüchtigung der <a href="Transsibirische_Eisenbahn" title="Transsibirische Eisenbahn">Transsibirischen Eisenbahn</a> für den Massencontainerverkehr zwischen Ostasien und Europa erscheint unter bisherigen Rahmenbedingungen ökologisch nicht sinnvoll.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch in ökonomischer Hinsicht ist sie problematisch, da die Container an der russischen bzw. chinesischen Grenze von <a href="Regelspur" class="mw-redirect" title="Regelspur">regel-</a> auf <a href="Russische_Breitspur" title="Russische Breitspur">breitspurige</a> <a href="Flachwagen#Containertragwagen" title="Flachwagen">Containertragwagen</a> und wieder zurück umgesetzt werden müssen und die Bahn- bzw. Netzbetriebskosten in Sibirien bei begrenzten Kapazitäten sehr hoch sind. Laut ICOMOD sollen sich zwar die per Bahn abgewickelten Handelsströme zwischen Ostasien und Europa von 2009 auf 2030 auf 1 Million <a href="Twenty-foot_Equivalent_Unit" title="Twenty-foot Equivalent Unit">TEU</a> (Standardcontainer) verdoppeln.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Derzeit wächst der Seetransport aber weitaus schneller (mit etwa 10 % pro Jahr), während nur weniger als 5 % des Güterverkehrs von Ostasien nach Europa über die Bahn abgewickelt werden.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">C. Ferrari, A. Tei, F. Parola: <i>Facing the economic crisis by cutting costs: The impact of low-steaming on container shipping networks</i>. Paper presented at International Association of Maritime Economists (IAME) Conference, Taipei, Taiwan, 5-8 September 2012, in: <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.porteconomics.gr/news/assoc-members-news/item/359-the-impact-of-slow-steaming-on-container-shipping-networks.html">http://www.porteconomics.gr/news/assoc-members-news/item/359-the-impact-of-slow-steaming-on-container-shipping-networks.html</a></span>
</li>
<li id="cite_note-containerschifffahrt-halbe-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-containerschifffahrt-halbe_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-containerschifffahrt-halbe_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sueddeutsche.de/auto/containerschifffahrt-halbe-kraft-voraus-1.1102218-2"><i>Containerschifffahrt halbe Kraft voraus</i>.</a> <a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutsche Zeitung</a>, 30. Mai 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140201194106/http://www.fh-flensburg.de/mz/2013-ISF-Tagung-SCHIFF-HAFEN.pdf">Experten der Schiffsbetriebstechnik treffen sich in Flensburg</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 1. Februar 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) auf fh-flensburg.de</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.logistik-express.com/maersk-names-new-wafmax-vessel/">Maersk Names New Vessel Customised For West Africa</a> auf logistik-express.com, 30.&nbsp;März 2011, abgerufen am 22.&nbsp;Oktober 2022 (englisch)</span>
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